Internationale Aufträge & Lieferung
Caps Island versendet Aufträge international per Lkw, Luft- oder Seefracht. Die Lieferbedingungen legen fest, wer den Transport organisiert, wer welche Kosten trägt und wo das Risiko auf den Käufer übergeht. Diese Seite erklärt die Optionen und die Dokumente, die jede Sendung begleiten.

- 01Projektanfrage
- 02Angebot
- 03Technische Spezifikation
- 04Bemusterung7–14 Tage
- 05Serienproduktion
- 06Qualitätskontrolle und Lieferung
Transportarten
Welche Transportart passt, hängt von Auftragsvolumen, Bestimmungsort, Dringlichkeit und Budget ab. Caps sind leicht, aber sperrig, deshalb zählt beim Vergleich der Optionen das Kartonvolumen oft mehr als das Gewicht.
| Transportart | Typischer Einsatz | Relative Kosten | Geschwindigkeit und Planung |
|---|---|---|---|
| Lkw-Transport | Lieferungen innerhalb Europas und in Nachbarregionen | Mittel | Auf Landwegen gut planbar; abhängig von Route und Grenzabfertigung |
| Luftfracht und Expresskurier | Muster, kleine oder eilige Aufträge | Am höchsten pro Cap | Am schnellsten; abgerechnet nach Volumengewicht, was sperrige Kartons verteuert |
| Seefracht | Große Aufträge nach Übersee | Am niedrigsten pro Cap bei großen Mengen | Am langsamsten; erfordert den längsten Planungsvorlauf |
Die Transitzeit hängt von Route, Spediteur, Saison und Zollabfertigung ab. Sie wird deshalb je Sendung bestätigt und nicht im Voraus zugesagt. Planen Sie bei saisonalen Markteinführungen den Liefertermin rückwärts ab dem Datum, an dem die Ware in Ihrem Lager sein muss, und rechnen Sie einen Puffer für die Zollabfertigung ein.
Incoterms erklärt
Incoterms sind standardisierte Handelsklauseln, die von der Internationalen Handelskammer (ICC) herausgegeben werden. Sie legen fest, wo die Verantwortung des Verkäufers endet und die des Käufers beginnt: wer den Transport bucht, wer Fracht und Versicherung bezahlt, wer die Aus- und Einfuhrabfertigung übernimmt und wo das Risiko übergeht. Der Incoterm wird immer zusammen mit einem benannten Ort angegeben, zum Beispiel einem bestimmten Lager oder Hafen.
| Klausel | Verkäufer übernimmt | Käufer übernimmt | Passt zu Käufern, die |
|---|---|---|---|
| EXW (Ex Works) | Ware abholbereit am benannten Ort | Verladung, Transport, Aus- und Einfuhrabfertigung | einen eigenen Spediteur haben und volle Kontrolle wollen |
| FCA (Free Carrier) | Ausfuhrabfertigung und Übergabe an den Frachtführer des Käufers | Haupttransport und Einfuhr | einen eigenen Spediteur nutzen, die Ausfuhr aber abgewickelt haben möchten |
| CPT / CIP | Transport zum benannten Bestimmungsort (CIP mit Versicherung) | Einfuhrabfertigung und Zölle; das Risiko geht bei Übergabe an den ersten Frachtführer über | den Transport organisiert haben, die Einfuhr aber selbst steuern möchten |
| DAP (Delivered at Place) | Transport zum benannten Bestimmungsort | Einfuhrabfertigung, Zölle und Steuern | die Lieferung organisiert haben und den Zoll selbst übernehmen möchten |
| DDP (Delivered Duty Paid) | Transport, Einfuhrabfertigung, Zölle und Steuern | Entladung am Bestimmungsort | eine Lieferung frei Haus inklusive aller Abgaben wünschen |
| FOB / CIF | Seefrachtklauseln, bezogen auf die Verladung an Bord des Schiffs | Abhängig von der Klausel | komplette Seefrachtsendungen verschiffen |
Die Tabelle ist eine vereinfachte Übersicht. Die genauen Pflichten regeln die offiziellen Incoterms-Regeln, und die Klausel für Ihren Auftrag wird im Angebot vereinbart. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Klausel passt, beschreiben Sie Ihre Logistik in der Angebotsanfrage, und wir schlagen eine geeignete Option vor.
Versanddokumente
Jede Sendung wird von einem Satz Handelsdokumente begleitet. Zollbehörden, Spediteure und Ihre eigene Buchhaltung verlassen sich darauf, deshalb ist ihre Richtigkeit so wichtig wie die Ware selbst.
- Handelsrechnung: Verkäufer und Käufer, Incoterm und benannter Ort, Warenbeschreibung, Zolltarifnummer, sofern angegeben, Menge, Stückwert und Gesamtwert.
- Packliste: Kartonnummern, Inhalt je Karton, Netto- und Bruttogewichte sowie Kartonmaße.
- Ursprungserklärung: das Ursprungsland der Ware, übereinstimmend mit den Innenetiketten und dem Angebot.
- Transportdokument: CMR-Frachtbrief, Luftfrachtbrief oder Konnossement, ausgestellt vom Frachtführer.
- Weitere Dokumente: Zertifikate oder Erklärungen, die das Bestimmungsland verlangt oder der Käufer anfordert, je Sendung bestätigt.
Die Materialangaben auf der Rechnung sollten dem Tech Pack entsprechen, zum Beispiel bei der Faserzusammensetzung des Oberstoffs. Abweichende Beschreibungen sind ein häufiger Grund für Rückfragen des Zolls.
Kartonkennzeichnung und Verpackung
Kartons werden so gekennzeichnet, dass sie ohne Öffnen identifiziert und angenommen werden können. Die Kennzeichnung wird vor dem Packen abgestimmt und richtet sich, sofern vorhanden, nach den Vorgaben Ihres Lagers oder Spediteurs.
- Bestellnummer und Referenz des Käufers.
- Modell, Farbe und Größe mit Menge pro Karton.
- Fortlaufende Kartonnummer, zum Beispiel 3 von 20.
- Brutto- und Nettogewicht sowie Kartonmaße.
- Ursprungsland.
- Lieferanschrift oder Versandmarkierung bei Sammelfracht.
- Handhabungshinweise wie „vor Nässe schützen“ oder „oben“, falls relevant.
Die Verpackungsart beeinflusst die Zahl der Kartons und damit die Frachtkosten. Ineinandergestapelte strukturierte Caps brauchen mehr Volumen als flach gepackte Beanies. Verpackungsoptionen finden Sie unter Private-Label-Etiketten und Verpackung.
Zölle, Steuern und Einfuhrabfertigung
Einfuhrzölle und Steuern richten sich nach dem Bestimmungsland, der zolltariflichen Einreihung der Ware, ihrem Wert und ihrem Ursprungsland. Handelsabkommen zwischen Ursprungs- und Bestimmungsland können Zölle senken oder entfallen lassen, wenn die Voraussetzungen und Nachweispflichten erfüllt sind.
Da diese Faktoren je Auftrag unterschiedlich sind, werden Zölle nicht als fester Betrag angeboten. Bei den meisten Incoterms übernimmt der Käufer die Einfuhrabfertigung und zahlt Zölle und Steuern am Bestimmungsort. Bei DDP organisiert der Verkäufer diese Posten und schließt sie in den Lieferpreis ein. In jedem Fall wird die Zollsituation je Sendung bestätigt.
Muster und Teillieferungen
Muster werden in der Regel per Expresskurier verschickt. Der Zoll im Bestimmungsland kann sie als Handelsware behandeln, deshalb liegt auch ihnen eine kurze Handelsrechnung bei. Serienaufträge lassen sich auf mehrere Bestimmungsorte oder Transportarten aufteilen, zum Beispiel eine kleine Luftfrachtsendung für eine Markteinführung und der Rest per Lkw oder Schiff. Teillieferungen bedeuten zusätzliche Dokumente und mehr Handling, planen Sie sie deshalb schon in der Angebotsphase ein.
Wie sich die Lieferung in das gesamte Projekt einfügt, zeigt die Seite Headwear-Herstellung nach Maß. Hinweise zur Auftragsstruktur für Distributoren und Großhändler finden Sie auf der Seite Großhandel und Distribution.
Häufige Fragen von Einkäufern
Welche Versandarten gibt es?
Aufträge werden per Lkw, Luft- oder Seefracht versendet. Muster und kleine, eilige Aufträge gehen meist per Luftfracht oder Expresskurier, größere Aufträge je nach Bestimmungsort per Lkw oder Schiff.
Wer zahlt die Einfuhrzölle?
Das hängt vom vereinbarten Incoterm ab. Bei den meisten Klauseln übernimmt der Käufer die Einfuhrabfertigung und zahlt Zölle und Steuern; bei DDP organisiert der Verkäufer beides. Die Zollsituation wird je Sendung bestätigt.
Können Sie mir die Transitzeit im Voraus nennen?
Die Transitzeit hängt von Route, Spediteur, Saison und Zollabfertigung ab. Sie wird je Sendung bei der Transportbuchung bestätigt und nicht im Voraus zugesagt.
Welche Dokumente liegen einer Sendung bei?
Eine Handelsrechnung, eine Packliste, eine Ursprungserklärung und das Transportdokument des Frachtführers, dazu alle Dokumente, die das Bestimmungsland verlangt, je Sendung bestätigt.
Machen wir Ihre Cap.
Für den Start genügen Modell, Menge, Farben und Logo. Ein Projektansprechpartner meldet sich mit Rückfragen oder einem Angebot.



