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Caps Island

Glossar der Headwear-Fertigung

80 Begriffe aus Cap-Entwicklung, Veredelung, Beschaffung und Qualitätskontrolle.

3

3D-Stick (Puff)
Eine Sticktechnik, bei der Satinstiche über eine Schaumstoffschicht gestickt werden, sodass sich das Motiv vom Stoff abhebt. Überstehender Schaumstoff wird nach dem Sticken abgerissen. Sie eignet sich für kräftige Formen und dicke Buchstaben auf festen, strukturierten Fronts, weniger für kleine Schrift oder feine Details.
Siehe auch: Flachstickerei, Satinstich, Strukturiert

5

5-Panel-Cap
Eine Cap aus fünf Panels: ein breites Frontpanel ohne Mittelnaht, zwei Seitenpanels und zwei Rückenpanels. Die nahtlose Front bietet eine saubere Fläche für ein mittig gesetztes Logo oder einen Patch. Die 5-Panel-Konstruktion ist bei Camp Caps und vielen Trucker-Caps üblich.
Siehe auch: 6-Panel-Cap, Camp Cap, Trucker-Cap

6

6-Panel-Cap
Die häufigste Cap-Konstruktion: zwei Frontpanels mit Mittelnaht, zwei Seitenpanels und zwei Rückenpanels. Strukturierte 6-Panel-Caps haben Buckram hinter den Frontpanels. Beim Platzieren eines Frontlogos muss die Mittelnaht berücksichtigt werden.
Siehe auch: 5-Panel-Cap, 7-Panel-Cap, Buckram (Frontversteifung)

7

7-Panel-Cap
Eine Cap aus sieben Panels, die andere Nahtverläufe und ein runderes Kopfteil hat als 5- oder 6-Panel-Modelle. Sie ist seltener und wird vor allem für Fashion- oder bestimmte Streetwear-Looks eingesetzt.
Siehe auch: 6-Panel-Cap, 5-Panel-Cap, Panel (Bahn)

A

Acryl
Eine Kunstfaser, die für gestrickte Beanies weit verbreitet ist. Sie ist weich und leicht, hält kräftige Farben gut und ist pflegeleicht. Im Vergleich zu Wolle ist sie weniger atmungsaktiv und reguliert die Temperatur schlechter; je nach Garnqualität kann sie bei starker Beanspruchung pillen.
Siehe auch: Beanie, Merino, Feinheit (Gauge)
Angeraute Baumwolle
Baumwollstoff, oft Twill, dessen Oberfläche mechanisch aufgeraut wurde, um feine Fasern aufzustellen. Das Ergebnis ist ein weicherer Griff und eine leicht matte, pfirsichhautartige Optik. Verbreitet bei klassischen Baseballcaps und Dad Caps, wenn Tragekomfort und ein gedeckter Look gefragt sind.
Siehe auch: Twill (Köper), Dad Cap, Gewaschen (Garment-Washed)
Applikation
Eine Veredelungsart, bei der ein Stoffstück in Form geschnitten, auf der Cap platziert und mit Stickstichen entlang der Kante befestigt wird. Sie deckt große Flächen mit weniger Stichen ab als eine vollständige Füllung und erlaubt kontrastierende Texturen wie Filz oder Twill innerhalb einer gestickten Kontur.
Siehe auch: Satinstich, Gestickter Patch, Stichzahl
AQL
Acceptance Quality Limit, die annehmbare Qualitätsgrenzlage. Ein statistisches Stichprobenverfahren für die Endkontrolle. Abhängig von der Losgröße und einem vereinbarten Prüfniveau legen veröffentlichte Tabellen fest, wie viele Teile geprüft werden und wie viele Fehler jeder Klasse zulässig sind, bevor das Los zurückgewiesen wird. Die Grenzwerte vereinbaren Käufer und Lieferant je Auftrag.
Siehe auch: Vorproduktionsmuster (PPS), Top-of-Production-Muster (TOP)

B

Beanie
Eine eng anliegende Strickmütze ohne Schirm. Beanies gibt es mit oder ohne Umschlag, in Rippen- oder Glattstrick, manchmal mit Bommel. Übliche Garne sind Acryl, Merino, Wollmischungen und recyceltes Polyester. Logos werden gestickt, als Webetikett oder Lederpatch angebracht oder direkt eingestrickt.
Siehe auch: Umschlag, Rippenstrick, Bommel, Feinheit (Gauge)
Belüftungsöse
Ein kleines Belüftungsloch in einem Panel der Cap, entweder rundum gestickt oder mit einer Metallöse eingefasst. 6-Panel-Caps haben in der Regel eine Öse pro Panel. Bei Performance-Caps ersetzen lasergeschnittene Perforationen die Ösen mitunter, um mehr Luft durchzulassen.
Siehe auch: Panel (Bahn), Laserperforation, Bucket Hat
Bommel
Eine Kugel aus Garn oder Kunstfell oben auf einer Beanie. Garnbommel können zum Strick passen oder einen Kontrast setzen; Kunstfellbommel sind oft mit einem Druckknopf abnehmbar. Größe und Dichte des Bommels werden im Tech Pack festgelegt.
Siehe auch: Beanie, Umschlag, Acryl
Bucket Hat
Ein weicher Hut mit rundem Kopfteil, flachem Deckel und einer nach unten geneigten Krempe, die rundum läuft. Die Krempe wird meist durch mehrere Steppreihen statt durch eine Einlage versteift. Varianten haben Belüftungsösen, Kordelzüge oder sind als Wendehut mit unterschiedlichen Stoffen innen und außen gearbeitet.
Siehe auch: Kopfteil (Crown), Belüftungsöse, Kordelzug mit Stopper
Buckram (Frontversteifung)
Eine steife gewebte Einlage, die hinter die Frontpanels einer Cap fixiert oder genäht wird, damit sie aufrecht stehen. Buckram macht eine Cap strukturiert. Die Steifigkeit reicht von weich bis fest und beeinflusst, wie klar die Front wirkt und wie gut sie große oder erhabene Veredelungen trägt.
Siehe auch: Strukturiert, Unstrukturiert, Kopfteilprofil

C

Camp Cap
Eine 5-Panel-Cap mit niedrigem, flachem Kopfteil, breitem Frontpanel und meist flachem oder leicht gebogenem Schirm. Camp Caps sind oft unstrukturiert, aus Nylon oder leichter Baumwolle und werden mit Riemen und Schieber oder einer Schnalle geschlossen. Die nahtlose Front eignet sich für einen mittig gesetzten Patch oder ein Logo.
Siehe auch: 5-Panel-Cap, Unstrukturiert, Strapback
Canvas
Ein robuster Stoff in Leinwandbindung, traditionell aus Baumwolle, mit festem Griff und leicht grober Struktur. Bei Caps sorgt er für einen strapazierfähigen Workwear-Charakter und hält die Form gut. Schwerer Canvas lässt sich schwerer fein besticken, daher muss das Motiv unter Umständen vereinfacht werden.
Siehe auch: Twill (Köper), 5-Panel-Cap, Gewaschen (Garment-Washed)
Cord
Ein Baumwollstoff mit geschnittenem Flor und erhabenen, parallelen Rippen. Die Rippenzahl gibt an, wie viele Rippen auf einen Zoll kommen: niedrige Werte ergeben breite, kräftige Rippen, hohe Werte feinen Babycord. Cord gibt Caps eine weiche, strukturierte, saisonale Optik und eignet sich für Stickerei und Patches.
Siehe auch: Twill (Köper), Gestickter Patch, Bucket Hat

D

Dad Cap
Umgangssprachlich für eine flache, unstrukturierte 6-Panel-Cap mit vorgebogenem Schirm, meist aus weichem oder gewaschenem Baumwoll-Twill und mit Stoff- oder Lederriemen geschlossen. Sie wirkt lässig und eingetragen und eignet sich für kompakte Flachstickerei auf der Front.
Siehe auch: Unstrukturiert, Kopfteilprofil, Strapback

F

Feinheit (Gauge)
Beim Stricken die Zahl der Nadeln pro Zoll im Nadelbett der Strickmaschine. Niedrige Feinheiten ergeben gröbere, schwerere Strickwaren, hohe Feinheiten feineren, glatteren Stoff. Die Feinheit prägt die Optik einer Beanie und bestimmt, wie viel Detail ein eingestricktes Logo zeigen kann.
Siehe auch: Beanie, Rippenstrick, Acryl
Feuchtigkeitstransport
Bezeichnet Stoffe oder Schweißbänder, die Schweiß von der Haut an die Außenseite leiten, wo er verdunsten kann. Erreicht wird das meist mit Kunstfasern und bestimmten Stoffkonstruktionen oder Ausrüstungen. Für Performance-, Lauf- und Golf-Caps ist es eine zentrale Eigenschaft.
Siehe auch: Schweißband, Laserperforation, Recyceltes Polyester
Fitted Cap
Eine Cap mit geschlossener Rückseite ohne verstellbaren Verschluss, gefertigt in festen Kopfgrößen. Die Passform ergibt sich aus der Schnittgröße und bei manchen Modellen aus einem elastischen Stretchband im Schweißband. Für Fitted-Programme braucht die Bestellung eine Größenaufteilung.
Siehe auch: Stretch-Fit-Band, Schweißband, Snapback
Flachstickerei
Normale Maschinenstickerei, die ohne Schaumstoffunterlage direkt auf die Cap gestickt wird. Sie gibt feine Details und kleine Schrift besser wieder als erhabene Verfahren und funktioniert auf strukturierten und unstrukturierten Fronts, Seitenpanels, am Rückenbogen und auf dem Schirm. Kosten und Optik hängen vor allem von Stichzahl und Farbanzahl ab.
Siehe auch: 3D-Stick (Puff), Stichzahl, Punchen (Digitalisierung)
Füllstich (Tatami)
Ein Stickstich, der große Flächen mit Reihen kurzer, versetzt angeordneter Vorstiche abdeckt. Tatami ergibt eine flache, gleichmäßige, strukturierte Oberfläche und ist auf breiten Formen stabiler als lange Satinstiche. Füllrichtung und Dichte beeinflussen den Glanz und wie stark sich der Stoff kräuselt.
Siehe auch: Satinstich, Stichzahl, Punchen (Digitalisierung)

G

Gestickter Patch
Ein Abzeichen, bei dem ein Motiv auf einen Trägerstoff gestickt und dann mit versäuberter Kante, oft einer Merrow-Kante, in Form geschnitten wird. Es wird auf die Cap genäht oder aufgebügelt. Patches ermöglichen erhabene Struktur und dichte Farbe und lassen sich für mehrere Modelle verwenden.
Siehe auch: Gewebter Patch, PVC-Patch, Lederpatch
Gewaschen (Garment-Washed)
Ein Veredelungsprozess, bei dem fertige Caps gewaschen werden, manchmal mit Enzymen oder Steinen, um den Stoff weicher zu machen und ihm eine verblasste, getragene Optik zu geben. Die Ergebnisse fallen von Stück zu Stück unterschiedlich aus; leichte Farbabweichungen gehören deshalb zum Charakter gewaschener Caps.
Siehe auch: Dad Cap, Angeraute Baumwolle, Twill (Köper)
Gewebter Patch
Ein Patch, der wie ein Webetikett aus feinen Fäden gewebt und dann zugeschnitten und an der Kante versäubert wird. Er gibt feinere Details und kleinere Schrift wieder als ein gestickter Patch, hat eine flachere Oberfläche und eignet sich für komplexe Logos.
Siehe auch: Gestickter Patch, Webetikett, Lederpatch

H

Hängeetikett
Ein bedruckter Karton, der meist mit Faden oder Kunststoffhalter am Produkt befestigt wird und Markeninformationen, Produktangaben und oft einen Barcode und ein Preisfeld trägt. Bei Caps wird er häufig durch den Verschluss oder eine Öse gezogen. Hängeetiketten gehören zur Handels- und Private-Label-Verpackung.
Siehe auch: Webetikett, Polybeutel, Kartonbeschriftung

I

Incoterms
Von der Internationalen Handelskammer veröffentlichte Standard-Lieferklauseln, die festlegen, wo der Verkäufer die Ware übergibt und wer Transport, Versicherung und Zölle bezahlt. Gängige Beispiele sind EXW (Käufer holt ab), FOB (Seefracht, Verkäufer verlädt aufs Schiff), DAP (Verkäufer liefert, Käufer übernimmt die Einfuhrabfertigung) und DDP (Verkäufer zahlt auch die Einfuhrzölle).
Siehe auch: Ursprungsland, Lieferzeit, RFQ (Angebotsanfrage)

K

Kartonbeschriftung
Die Angaben, die außen auf Versandkartons gedruckt oder geklebt werden, etwa Auftragsnummer, Modell, Farbe, Größenaufteilung, Menge, Kartonnummer, Gewichte, Maße und Bestimmungsort. Käufer stellen meist ein Beschriftungslayout bereit, damit die Ware ohne Öffnen der Kartons angenommen und eingelagert werden kann.
Siehe auch: Polybeutel, Hängeetikett, Ursprungsland
Kettenstich
Ein Stickstich aus ineinandergreifenden Schlaufen, die eine kettenartige Linie bilden. Er wirkt strukturiert und handgemacht und wird für Schreibschrift und Konturen verwendet, oft bei Vintage-Motiven. Er braucht spezielle Maschinen und ist bei gleichem Motiv langsamer als normale Flachstickerei.
Siehe auch: Flachstickerei, Punchen (Digitalisierung), Satinstich
Klettverschluss
Ein Verschluss aus zwei Stoffstreifen, einer mit kleinen Haken, einer mit Schlaufen, die beim Zusammendrücken haften. Er erlaubt eine feine Größeneinstellung und ist bei Visors, Performance-Caps und Kinder-Caps verbreitet. Liegt die Hakenseite frei, kann sie an Strickwaren und Haaren hängen bleiben.
Siehe auch: Snapback, Strapback, Visor
Knopf (Squatchee)
Der stoffbezogene Knopf oben auf dem Kopfteil einer Cap, wo die Panels zusammentreffen. Er verdeckt die Stelle, an der die Panelnähte zusammenlaufen, und lässt sie sauber aussehen. Meist ist er mit dem Hauptstoff oder in einer Kontrastfarbe bezogen; bei manchen Strick- und Bucket-Modellen fehlt er.
Siehe auch: Kopfteil (Crown), Panel (Bahn), 6-Panel-Cap
Kopfteil (Crown)
Der Teil einer Cap oder eines Huts oberhalb des Schirms, der den Kopf bedeckt. Bei Caps besteht er aus vernähten Panels, die oben unter einem Knopf zusammenlaufen. Höhe, Form und Steifigkeit bestimmen das Profil der Cap und wie sie sitzt.
Siehe auch: Panel (Bahn), Kopfteilprofil, Knopf (Squatchee)
Kopfteilprofil
Die Form des Kopfteils in der Seitenansicht, meist als niedrig, mittel oder hoch beschrieben. Sie ergibt sich aus der Höhe der Frontpanels und wie steil sie ansteigen. Da diese Begriffe relativ sind, wird das Profil am besten mit Maßen wie Höhe des Frontpanels und Tiefe des Kopfteils angegeben.
Siehe auch: Kopfteil (Crown), Strukturiert, Buckram (Frontversteifung)
Kordelzug mit Stopper
Ein Verstellsystem aus einer Kordel, die durch einen Tunnel geführt und mit einem Schiebestopper oder Kordelstopper gesichert wird. Es wird bei Bucket Hats, Outdoor-Caps und manchen Camp Caps verwendet, um die Passform enger zu stellen oder als Kinnband.
Siehe auch: Bucket Hat, Camp Cap, Strapback

L

Lab Dip (Färbemuster)
Ein kleines Stoff- oder Garnmuster, das auf eine Zielfarbe gefärbt wird, meist eine Pantone-Referenz, und vor der Färbung der Serie zur Freigabe vorgelegt wird. Lab Dips werden unter einer vereinbarten Lichtart beurteilt. Bis der Farbton freigegeben ist, können mehrere Versuche nötig sein.
Siehe auch: Pantone TPX/TCX, Strike-off (Andruck), Prototyp (Proto Sample)
Laserperforation
Kleine Löcher, die per Laser in Panels geschnitten werden und für Belüftung sorgen, typischerweise bei Performance- und Lauf-Caps aus Kunstfasergeweben. Der Laser verschweißt die Lochränder. Perforationen lassen sich in Mustern anordnen und dort setzen, wo sonst Ösen säßen.
Siehe auch: Belüftungsöse, Feuchtigkeitstransport, Recyceltes Polyester
Lederpatch
Ein Abzeichen aus Echt- oder Kunstleder, das durch Prägen (vertieft oder erhaben), Lasergravur oder Druck gestaltet und auf die Cap genäht wird. Lederpatches geben Caps und Beanies eine hochwertige, zurückhaltende Optik. Kunstleder bietet gleichmäßigere Farben und kommt ohne tierische Materialien aus.
Siehe auch: Gewebter Patch, Gestickter Patch, PVC-Patch
Lieferzeit
Die Zeit zwischen einem bestätigten Auftrag und dem Zeitpunkt, an dem die Ware versandbereit ist oder geliefert wird, je nach Definition. Bei Caps hängt sie von Menge, Materialverfügbarkeit, Veredelung, Bemusterung und Freigaben ab. Käufer sollten prüfen, ob eine angegebene Lieferzeit Bemusterung und Transport einschließt.
Siehe auch: MOQ, RFQ (Angebotsanfrage), Vorproduktionsmuster (PPS)

M

Melton-Wolle
Ein dichter, stark gewalkter Stoff aus Wolle oder Wollmischung mit glatter, filzartiger Oberfläche. Wegen Gewicht und Wärme ist er ein traditioneller Stoff für Fitted Caps und Wintercaps. Er hält die Struktur gut und bietet eine saubere Grundlage für Stickerei und Patches.
Siehe auch: Fitted Cap, Merino, Strukturiert
Merino
Wolle vom Merinoschaf, bekannt für feine Fasern, die sich weich auf der Haut anfühlen. Sie reguliert die Temperatur, nimmt wenig Geruch an und wird pur oder in Mischungen für hochwertige Beanies verwendet. Sie braucht schonendere Pflege als Acryl und ist meist teurer.
Siehe auch: Acryl, Beanie, Melton-Wolle
Mesh-Rücken
Rücken- und Seitenpanels aus offenem Polyester- oder Nylon-Mesh zur Belüftung, typisch für Trucker-Caps. Mesh wird meist mit einer Schaumstoff- oder Stofffront und einem Snap-Verschluss kombiniert. Mesh-Panels eignen sich weder für Stickerei noch für Druck.
Siehe auch: Trucker-Cap, Schaumstoff-Front, Snapback
MOQ
Minimum Order Quantity, die Mindestbestellmenge. Die kleinste Stückzahl, die ein Hersteller für einen Auftrag produziert. Eine MOQ kann je Auftrag, je Modell oder je Farbe gelten, und einzelne Komponenten wie individuelle Stoffe, Etiketten oder Zutaten können eigene Mindestmengen haben. Wie sie gilt, sollte immer im Angebot bestätigt werden.
Siehe auch: RFQ (Angebotsanfrage), Lieferzeit, Lab Dip (Färbemuster)

N

Nahtband
Ein schmales Stoffband, das über die Innennähte einer Cap genäht wird, um offene Kanten abzudecken und die Naht zu verstärken. Es kann uni oder mit einem Markenmuster oder Schriftzug bedruckt sein und ist damit ein dezentes Private-Label-Detail.
Siehe auch: Schweißband, Webetikett, Panel (Bahn)

P

Panel (Bahn)
Eines der zugeschnittenen Stoffteile, die zusammen das Kopfteil einer Cap bilden. Zahl und Anordnung der Panels, zum Beispiel fünf, sechs oder sieben, bestimmen die Konstruktion, die Lage der Nähte und die Flächen, die für Veredelungen zur Verfügung stehen.
Siehe auch: 5-Panel-Cap, 6-Panel-Cap, 7-Panel-Cap
Pantone TPX/TCX
Pantone-Farbreferenzen für Textilien. TPX-Referenzen sind auf Papier gedruckt, TCX-Referenzen auf Baumwolle gefärbt. Beide beschreiben, wie eine Farbe auf Stoff aussehen soll, und sind die übliche Grundlage für Lab Dips und die Garnabstimmung; gestrichene und ungestrichene Druckreferenzen sind dagegen für den Druck gedacht.
Siehe auch: Lab Dip (Färbemuster), Strike-off (Andruck)
Polybeutel
Ein Kunststoffbeutel, der einzelne Produkte oder kleine Packungen bei Versand und Lagerung schützt. Vorgaben können Größe, Stärke, Recyclinganteil, Erstickungswarnhinweis und einen Barcode-Aufkleber umfassen. Strukturierte Caps brauchen Beutel, die das Kopfteil nicht zerdrücken.
Siehe auch: Hängeetikett, Kartonbeschriftung
Prototyp (Proto Sample)
Die erste physische Ausführung eines neuen Modells, an der Form, Proportionen, Profil und Konstruktion geprüft werden. Prototypen können Ersatzmaterialien oder -farben verwenden. Anmerkungen zum Prototyp fließen vor dem Vorproduktionsmuster ins Tech Pack ein.
Siehe auch: Vorproduktionsmuster (PPS), Tech Pack, Lab Dip (Färbemuster)
Punchen (Digitalisierung)
Die Umwandlung eines Motivs in eine Stickdatei, die der Maschine sagt, wo und wie jeder Stich gesetzt wird. Der Puncher legt Stichart, Richtung, Dichte, Unterlage und Reihenfolge fest. Gutes Punchen passt das Motiv an Stoff und Capform an und entscheidet maßgeblich darüber, wie sauber die fertige Stickerei aussieht.
Siehe auch: Stichzahl, Füllstich (Tatami), Satinstich
PVC-Patch
Ein Abzeichen aus weichem PVC oder einem ähnlichen gummiartigen Material, gegossen in einer Form, meist mit erhabenen und vertieften Bereichen in getrennten Farben. Es ist strapazierfähig, wasserabweisend und eignet sich für kräftige, einfache Grafiken. Individuelle PVC-Patches brauchen eine Gussform, die als Einrichtungskosten anfällt.
Siehe auch: Gestickter Patch, Lederpatch, Gewebter Patch

R

Recyceltes Polyester
Polyesterfaser aus recyceltem Material, meist aus gebrauchten Kunststoffflaschen oder Textilabfällen. Es verhält sich ähnlich wie neues Polyester und wird für Cap-Stoffe, Mesh, Schweißbänder und Beanie-Garne verwendet. Wer einen nachgewiesenen Recyclinganteil braucht, sollte das in der Angebotsanfrage angeben.
Siehe auch: Feuchtigkeitstransport, RFQ (Angebotsanfrage), Acryl
RFQ (Angebotsanfrage)
Request for Quotation, die Angebotsanfrage. Ein Dokument an einen Hersteller, das Preis und Konditionen für ein definiertes Produkt anfragt. Bei Kopfbedeckungen sollte es Modelle, Mengen je Farbvariante, Materialien, Konstruktion, Veredelung, Etiketten, Verpackung, Lieferort und den gewünschten Incoterm nennen.
Siehe auch: MOQ, Tech Pack, Incoterms
Rippenstrick
Eine Strickstruktur aus abwechselnd erhabenen und vertieften Maschenstäbchen, beschrieben nach deren Anzahl, etwa 1x1 oder 2x2. Rippenstrick ist elastisch, wodurch Beanies auf verschiedene Kopfgrößen passen, und ist die häufigste Struktur für Beanies mit Umschlag.
Siehe auch: Beanie, Feinheit (Gauge), Umschlag
Ripstop
Ein Gewebe mit dickeren Verstärkungsfäden in regelmäßigen Abständen, die ein kleines Gitter bilden. Das Gitter begrenzt, wie weit sich ein Riss ausbreiten kann. Ripstop aus Nylon und Polyester wird für leichte Camp Caps, Bucket Hats und Outdoor-Modelle verwendet.
Siehe auch: Camp Cap, Bucket Hat, Canvas
Rope Cap
Eine Cap mit einer dekorativen Kordel quer über der Front des Kopfteils direkt oberhalb des Schirms, oft in einer Kontrastfarbe. Rope Caps sind meist strukturiert und haben einen Retro- oder Golf-Charakter.
Siehe auch: Strukturiert, Schirm, 6-Panel-Cap

S

Sandwich-Schirm
Eine Schirmkonstruktion mit einer dünnen Kontrastlage zwischen Ober- und Unterstoff, die als farbige Linie an der Schirmkante sichtbar ist. Ein Stildetail, das oft bei Golf- und Fashion-Caps eingesetzt wird und zusätzliches Material und zusätzliche Nähschritte erfordert.
Siehe auch: Schirm, Schirmunterseite (Undervisor), Vorgebogener Schirm
Satinstich
Ein Stickstich aus dicht nebeneinanderliegenden, parallelen Stichen, die eine schmale Form von Seite zu Seite überspannen und eine glatte, glänzende Oberfläche ergeben. Er wird für Schrift, Umrandungen und schmale Formen verwendet sowie beim 3D-Stick über Schaumstoff. Sehr breite Satinsäulen werden locker, deshalb erhalten breite Flächen Füllstich.
Siehe auch: Füllstich (Tatami), 3D-Stick (Puff), Punchen (Digitalisierung)
Schaumstoff-Front
Ein Frontpanel aus einem Laminat aus Polyesterstoff über Schaumstoff, typisch für klassische Trucker-Caps. Es bildet eine hohe, glatte Front, die ohne Buckram die Form hält und eine große, ebene Fläche für Druck oder Stickerei bietet. Meist wird es mit einem Mesh-Rücken kombiniert.
Siehe auch: Trucker-Cap, Mesh-Rücken, Siebdruck
Schirm
Der vorstehende vordere Teil einer Cap, der die Augen beschattet, im Englischen auch Peak oder Bill genannt. Er besteht aus einer Einlage, meist aus Kunststoffplatte, die oben und unten mit Stoff bezogen ist. Schirme sind flach oder vorgebogen; die Zahl der Steppreihen auf der Oberseite ist eine Stilfrage.
Siehe auch: Vorgebogener Schirm, Sandwich-Schirm, Schirmunterseite (Undervisor)
Schirmunterseite (Undervisor)
Die Unterseite des Schirms einer Cap. Sie kann zum Hauptstoff passen oder eine Kontrastfarbe haben, traditionell Grün oder Grau, und einen Druck oder eine kleine Stickerei als verstecktes Branding-Detail tragen.
Siehe auch: Schirm, Sandwich-Schirm
Schweißband
Das Band, das innen rund um die Kopföffnung einer Cap eingenäht ist und an der Stirn anliegt. Es nimmt Schweiß auf, erhöht den Tragekomfort und versäubert den Rand. Übliche Materialien sind Baumwolle, Polyester, Frottee und feuchtigkeitstransportierende Stoffe; oft trägt es ein Markenetikett oder einen Druck.
Siehe auch: Feuchtigkeitstransport, Nahtband, Stretch-Fit-Band
Siebdruck
Ein Druckverfahren, bei dem Farbe durch ein feines Siebgewebe gedrückt wird, ein Sieb je Farbe. Es liefert satte, deckende Farben und eignet sich für flache Panels wie Schaumstoff-Fronts. Jede Farbe braucht eine eigene Einrichtung, daher ist es mit wenigen Farben am wirtschaftlichsten.
Siehe auch: Transferdruck, Sublimationsdruck, Schaumstoff-Front
Snapback
Eine Cap mit verstellbarem Kunststoffriemen hinten, der mit ineinandergreifenden Druckknöpfen schließt. Sie passt auf viele Kopfgrößen. Der Begriff steht auch für den Stil hoher Caps mit flachem Schirm, die traditionell diesen Verschluss haben.
Siehe auch: Strapback, Klettverschluss, Fitted Cap
Stichzahl
Die Gesamtzahl der Stiche eines Stickmotivs, festgelegt beim Punchen. Sie hängt von Größe, gefüllter Fläche und Stichdichte ab und bestimmt die Maschinenzeit und damit die Kosten. Typische Frontlogos auf Caps liegen zwischen einigen tausend und deutlich über zehntausend Stichen.
Siehe auch: Punchen (Digitalisierung), Flachstickerei, Füllstich (Tatami)
Strapback
Eine Cap mit verstellbarem Riemen aus Stoff, Leder oder Kunstmaterial hinten, gesichert mit einer Metallschnalle, einem Schieber oder Clip. Strapbacks wirken aufgeräumter als Kunststoff-Snaps und sind bei Dad Caps und Camp Caps verbreitet.
Siehe auch: Snapback, Klettverschluss, Dad Cap
Stretch-Fit-Band
Ein elastisches Band im Schweißband oder Kopfteil einer Cap mit geschlossener Rückseite, das sich innerhalb eines Größenbereichs dehnt. Stretch-Fit-Caps gibt es meist in wenigen Größen, etwa S/M und L/XL, statt in einer vollständigen Fitted-Größenreihe.
Siehe auch: Fitted Cap, Schweißband, Snapback
Strike-off (Andruck)
Ein Probedruck oder Veredelungstest auf dem tatsächlichen Produktionsstoff, der vor der Serie zur Freigabe vorgelegt wird. Er bestätigt Farbe, Passer und wie ein Druck auf dem Grundmaterial wirkt, und ist das Gegenstück zum Lab Dip beim Druck.
Siehe auch: Lab Dip (Färbemuster), Pantone TPX/TCX, Siebdruck
Strukturiert
Bezeichnet eine Cap, deren Frontpanels mit Buckram oder fixierter Einlage hinterlegt sind, sodass die Front aufrecht steht und die Form hält. Strukturierte Caps wirken klar und definiert und bieten eine stabile Fläche für Veredelungen, besonders für 3D-Stick und große Patches.
Siehe auch: Unstrukturiert, Buckram (Frontversteifung), Kopfteilprofil
Sublimationsdruck
Ein Druckverfahren, bei dem Farbstoff durch Hitze gasförmig wird und in Polyesterfasern eindringt. Der Druck wird Teil des Stoffs, ist nicht fühlbar und ermöglicht vollfarbige und flächendeckende Motive. Er funktioniert nur auf Polyester oder Stoffen mit hohem Polyesteranteil und auf hellen Grundfarben.
Siehe auch: Transferdruck, Siebdruck, Recyceltes Polyester

T

Tech Pack
Ein technisches Dokument, das ein Produkt für die Fertigung definiert. Bei Caps umfasst es Zeichnungen, Konstruktion, Stückliste, Maße, Pantone-Farben, Motiv mit Platzierung, Etiketten und Verpackung. Es wird vor der Bemusterung freigegeben und dient als Referenz für die Musterprüfung und die Qualitätskontrolle.
Siehe auch: Prototyp (Proto Sample), Vorproduktionsmuster (PPS), RFQ (Angebotsanfrage)
Top-of-Production-Muster (TOP)
Ein Muster aus den ersten Teilen der Serienproduktion, das mit dem freigegebenen Vorproduktionsmuster verglichen wird. Es bestätigt, dass die Serie dem freigegebenen Standard entspricht, bevor der gesamte Auftrag fertiggestellt ist.
Siehe auch: Vorproduktionsmuster (PPS), AQL, Prototyp (Proto Sample)
Transferdruck
Eine Veredelungsart, bei der ein Motiv auf einen Träger gedruckt oder aus ihm geschnitten und mit Hitze und Druck auf die Cap übertragen wird. Sie eignet sich für mehrfarbige Grafiken, Verläufe und kleine Details. Haltbarkeit und Griff hängen von der Transferart und der richtigen Temperatur und Presszeit ab.
Siehe auch: Siebdruck, Sublimationsdruck, PVC-Patch
Trucker-Cap
Eine Cap mit einer Front aus Schaumstoff oder Stoff und einem Mesh-Rücken, meist mit Kunststoff-Snap-Verschluss. Trucker-Caps gibt es als 5- und 6-Panel-Versionen und mit niedrigem bis hohem Profil. Die Front bietet eine große Fläche für Druck, Patches oder Stickerei.
Siehe auch: Schaumstoff-Front, Mesh-Rücken, 5-Panel-Cap
Twill (Köper)
Ein Gewebe mit diagonalem Grat, der entsteht, weil der Schuss versetzt über und unter die Kettfäden geführt wird. Baumwoll-Twill ist der häufigste Cap-Stoff, weil er strapazierfähig ist, die Form hält und eine glatte Fläche für Stickerei bietet.
Siehe auch: Angeraute Baumwolle, Canvas, Gewaschen (Garment-Washed)

U

Umschlag
Der hochgeklappte Rand am unteren Ende einer Beanie. Eine Beanie mit Umschlag liegt an Ohren und Stirn doppelt und damit wärmer, und der Umschlag ist der naheliegende Platz für ein Webetikett oder einen Patch. Beanies ohne Umschlag haben einen einlagigen Rand und wirken lässiger oder schmaler.
Siehe auch: Beanie, Rippenstrick, Webetikett
Unstrukturiert
Bezeichnet eine Cap ohne Buckram hinter den Frontpanels. Das Kopfteil gibt nach und folgt der Kopfform, wodurch die Cap getragen weicher und flacher wirkt. Unstrukturierte Caps eignen sich eher für Flachstickerei und kleine Patches als für große, erhabene Veredelungen.
Siehe auch: Strukturiert, Dad Cap, Buckram (Frontversteifung)
Ursprungsland
Das Land, in dem ein Produkt nach den geltenden Zollregeln als hergestellt gilt. Es bestimmt Einfuhrzölle und Kennzeichnungspflichten im Zielmarkt und muss in der Regel auf dem Produkt oder seinem Etikett angegeben werden. Die Regeln zur Ursprungsbestimmung unterscheiden sich zwischen Handelsräumen.
Siehe auch: Incoterms, Webetikett, Kartonbeschriftung

V

Visor
Eine Kopfbedeckung aus einem Schirm, der an einem Band sitzt, ohne Kopfteil. Visors werden mit Klett, Gummiband oder Snap-Verschluss geschlossen und haben ein Schweißband. Sie werden beim Sport, auf Events und bei Hitze getragen.
Siehe auch: Schirm, Klettverschluss, Schweißband
Vorgebogener Schirm
Ein Schirm, dessen Einlage bei der Herstellung gebogen wird, sodass die Cap ohne Nachbiegen tragefertig ist. Bei Baseballcaps mit niedrigem und mittlerem Profil und bei Dad Caps ist er die übliche Wahl. Der Grad der Wölbung variiert und wird am besten anhand einer Referenz festgelegt.
Siehe auch: Schirm, Sandwich-Schirm, Kopfteilprofil
Vorproduktionsmuster (PPS)
Ein Muster mit den endgültigen Materialien, Zutaten, Veredelungen und Etiketten, genau wie für die Serie vorgesehen. Nach der Freigabe ist es die Referenz für die Serienproduktion und die Qualitätskontrolle. Jede Komponente, die von der Serie abweicht, sollte schriftlich festgehalten werden.
Siehe auch: Prototyp (Proto Sample), Top-of-Production-Muster (TOP), Tech Pack

W

Webetikett
Ein Etikett, das auf einem Webstuhl aus feinen Garnen gewebt wird; das Motiv entsteht durch die Bindung und ist nicht aufgedruckt. Webetiketten werden innen in Caps für Marken-, Größen-, Pflege- und Herkunftsangaben verwendet und am Umschlag von Beanies als außen sichtbares Logo.
Siehe auch: Gewebter Patch, Hängeetikett, Nahtband

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